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Heidelberg Center para América Latina
Trinationaler Zertifikatskurs zu Justizreformen

Am Abend des 3. Mai 2004 wurde in der Aula Magna der Juristischen Fakultät der Universidad de Chile ein «Bildungs-Experiment» der besonderen Art eröffnet. Das Heidelberg Center para América Latina bietet im folgenden Semester in Zusammenarbeit mit der Universidad de Chile und der California Western School of Law den Diplomado «El Estado de Derecho y Reformas a la Justicia» mit Unterstützung der GTZ an. Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) sponsort den Studiengang, Schirmherr ist das chilenische Justizministerium.

Die Idee zu diesem neuen, internationalen Studiengang entstand, als Jörg Stippel, deutscher Jurist und GTZ-Mitarbeiter als Leiter des Programmes «Estado de Derecho en Chile», im vergangenen Jahr mit Experten aus dem In- und Ausland bei dem Thema chilenische Justizreform zusammenarbeitete.

Schon kurze Zeit später sieht er seinen Traum verwirklicht, Kulturen mit unterschiedlichem Rechtssystem in einem vergleichenden Studiengang zu vereinen. Ganz im kooperativen Geist des Heidelberg Center wurde nach den bereits erfolgreichen Programmen in Medizin und Recht mit dem neuen Studiengang nun das erste trinationale Programm eingerichtet.

Unter den Gästen beim Eröffnungsakt waren Persönlichkeiten wie der Deutsche Botschafter Joachim Schmillen, sowie Gesandter Paul Resch und Kultur- und Pressereferent Frank Maier von der Deutschen Botschaft, Profesor Jorge Litvak, Prorektor der Universidad de Chile, Dr. Helmut Wittelsbürger, Direktor der KAS in Chile, Profesor Dr. Thomas Barton von der California Western School of Law, Hans-Peter Hess, Direktor von INSALCO, Mario Garrido Montt, ehemaliger Vorsitzender des Obersten Gerichtshofes, Kurt Konrad, ehemaliger Vorstand des DCB, und viele andere.

Nachdem Prof. Roberto Nahum, Dekan der Rechtsfakultät der Universidad de Chile, die Gäste, die Verantwortlichen des Programmes und die Studenten begrüßt hatte, erläuterte er in Kürze die Strukturen des Programms.

In verschiedenen Kursen werden die Teilnehmer des Studiengangs - chilenische Führungskräfte, Diplomaten, Politiker, Juristen und Beamte - von Dozenten aus Chile, Deutschland und den USA in den Dynamiken und Strukturen der jeweiligen rechtsstaatlichen Institutionen geschult.

Dr. Walter Eckel, geschäftsführender Direktor des Heidelberg Center, erklärte dazu: «Dies ist zweifellos eine großartige Möglichkeit, das Beste aus jeder Rechtskultur zu lernen und die Gerechtigkeit und Demokratie in Lateinamerika zu stärken».

Ein «Beispiel für die Globalisierung» nannte James Cooper, Vizedekan der California Western School of Law, das Projekt.

Nach den Worten der Programm-Leiterin Dra. María Inés Horvitz vom Centro de Estudios de la Justicia der Universidad de Chile bildet der Vergleich der Organisationsformen des Rechtsstaates, besonders das deutsche Beispiel, die Wirbelsäule des Studienganges. Ziel sind die Reflexion und Diskussion auch schwieriger, kontroverser und «schmerzhafter» Themen ohne «Zensur».

Prof. Jörg Stippel ergänzte, dass das Programm besonders im Hinblick auf den Vergleich verschiedener Lösungsansätze für ähnliche Probleme angelegt sei. Trotz der chilenischen Justizreform nehme die Öffentlichkeit noch Lücken in der juristischen Ordnung wahr, da eine klare, transparente Gesetzeslage und damit ein wichtiger Schritt zur Rechtssicherheit fehle. Ziel des Studiengangs sei deshalb auch, die Studenten, die zum Teil in Schlüsselpositionen der Justizreform sitzen, zu ausführenden Kräften zukünftiger Reformen auszubilden.

Im Anschluss wurde in zwangloser Runde ein Cocktail gereicht, bei dem sich die anwesenden Autoritäten, Dozenten und Studenten über die Inhalte des Programms austauschen konnten.

Tina Sattler

Der Artikel wurde in der deutsch-chilenischen Wochenzeitung CONDOR,
     Nr. 3596 vom 21. Mai 2004, veröffentlicht.


v.R.n.L.: Paul Resch, Geschäftsträger der Deutschen Botschaft; Dr. Helmut Wittelsbürger, Vertreter der Konrad Adenauer Stiftung in Santiago de Chile; Joachim Schmillen, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Chile


Jörg Stippel, GTZ Projekt Justizreform; Dr. Jorge Litvak, Prorektor Universidad de Chile; Prof. Roberto Nahum, Dekan Juristische Fakultät, Universidad de Chile; Dr. Walter Eckel, Heidelberg Center para Amérika Latina; Dr. James Cooper, California Western School of Law

 

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Heidelberg, den 2. Juni 2004